Skip to content

Die Klasse von 99

30. September 2009

Auf die Gefahr hin, Eulen nach Athen zu tragen, das hier wollte ich unbedingt nochma geschrieben haben:

Sagt was ihr wollt, 1999 war der beste Jahrgang für deutschen HipHop. Überhaupt. Freundeskreis perfektionierten mit Esperanto ihren Linksintellektuelle-Wortspiele-mit-Akustikgitarrenbeats-Stil, Die Beginner veröffentlichten mit Bambule das tighteste Deutsche Rapalbum überhaupt und nach Hoes, Flows & Moneytoes von Westberlin Maskulin hatte Rapberlin eigentlich schon fast alles gesagt, was es in den kommenden Jahren zu sagen hatte.

10 Jahre Später kommen drei der großen Hauptakteure der ersten, mittlerweile als Studentenrap verschrienen, großen HipHop-Welle ohne ihre Formationen zurück, und machen alles. Außer HipHop.

Jan Delay, der auf dem ersten Soloalbum ja schon den Fluchtweg in Richtung Reggae öffnete schenkt seinem Überraschungserfolg „Mercedes Dance“ einen ähnlich funkigen Nachfolger, dessen bester Song leider schon die erste Single war. Ein Novum gibt es immerhin doch,  zum ersten Mal hat EiziEiz aka Boba Ffett aka Jan Delay Balladen selbst geschrieben, und zwar direkt drei an der Zahl und die sind gar nicht mal so schlecht.

Denyo aka Dennis Dubplate aka Dennis Lisk, Beginner Rapper Nummer zwo macht uns heute den Clueso. Nachdenklicher Akustikgitarrenpop. Das Musikvideo der ersten Single ist hübsch.

Zuletzt wäre da noch Max Herre, der schon auf seinem ersten Soloalbum nicht mehr so richtig Lust hatte zum rappen und jetzt ein komplettes Singer-Songwriter Album vorgelegt hat. Das mich die erste Single direkt ein bisschen an den guten alten Rio Reiser erinnert hat, wird dem immerjungen Altlinken sicher gut gefallen. Auch wenn das kein HipHop mehr ist, schön rhytmisch isses allemal.

Advertisements
2 Kommentare leave one →
  1. flrn permalink
    30. September 2009 8:46 pm

    Ganz klar Creutzfeld & Jakob und RAG in der Auflistung von hervorragendem Hip Hop vor der Jahrtausendwende vergessen.

    Und Savas hat 2000 Raps sind unsere Waffe rausgeschmissen. Das is nochmal besser als die Hows, Floes, Moneytoes. Und MOR – NLP sollte man auch nicht vergessen.

    • 1. Oktober 2009 6:17 am

      erster Kommentar, yay! :D

      Du merkst vielleicht schon am Rest meines Artikels, mir gehts eigentlich nur um die uncoolen Herren aus Hamburg und Stuttgart ;)

      Außerdem ist das, tatsächlich herrliche, Gottes Werk und Creutzfelds Beitrag, von 2000, ein Jahr zu spät :/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: